Tartessier, Römer, Westgoten, Mauren und schließlich die Kastilier. Niebla hat in der Geschichte Südspaniens
eine Hauptrolle gespielt und seine Burg war dabei Zeuge. Sie ist so gut erhalten, dass sie im Sommer
Schauplatz eines Theater- und Tanzfestivals ist. Während des ganzen Jahres stellen ihre im Stil der Epochen
ausgestatteten Zimmer, Kammern und Verliese ein veritables Mittelaltermuseum dar.
A long-history town
Niebla geht bis auf die Eisenzeit zurück, wie durch Funde aus der Jungsteinzeit und die Dolmengräber in
seiner Umgebung belegt ist. Im Verlauf der Geschichte erhielt es unterschiedliche Bezeichnungen: Für die
Tartessier war es Ilipula, daraus wurde Ilipla für die Römer, Elepla hieß es bei den Westgoten, Lebla unter
den Mauren und schließlich Niebla für die Kastilier.
Der ummauerte Bereich Nieblas hat seinen Ursprung in der Römerzeit. Seine heutige Gestalt erhielt er in der
Maurenzeit. Er besteht aus fünf Toren und vierzig Festungstürmen. Im Innern befinden sich Denkmäler wie die
Kirche "San Martín", die ehemalige Moschee "Santa María de la Granada" und die Burg selbst. Gemeinsam mit
dem Tor "Puerta del Socorro" bilden sie die Stationen des historischen Rundgangs durch die Stadt.
Die Burg Niebla, an deren Stelle sich nach einigen Forschern die römische Festung befand, bewahrt Elemente
der maurischen Festung. Die derzeitige Gestaltung datiert aber aus dem 15. Jahrhundert. Heute bietet die
Burg Themensäle, die vergangene Epochen auferstehen lassen, wie die "Kammer der Gräfin", die Rüstkammer
oder die Verliese auf zwei Ebenen unter der Erde, wo über 30 Foltergeräte ausgestellt sind.
Von den Festungstürmen der Burg aus erhält man eine Panoramasicht des Río Tinto und über die Stadt.
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