|
|
Flora & Fauna (1/2)
|
|
|
|
|
|

Sonnenuntergang im the dunes
Im Nationalpark Doñana können wir eine weit gefächerte Pflanzen- und Tierwelt entdecken, die in einzigartiger
Weise sich diesen Raum teilen. Hier existieren drei Ökosysteme: die Feuchtgebiete oder Marschlandschaften,
die Jagdschutzgebiete und die Strände mit ihren Dünen. Jedes dieser Systeme bietet seine eigene Tier- und
Pflanzenwelt, die sich von denen der anderen unterscheidet. Im gesamten Park, der reich gefüllt ist mit einer
interessanten Artenvielfalt, leben 875 Pflanzenarten, 360 Vogelarten, von denen sich 127 üblicherweise in Doñana
vermehren, 37 Landsäugetiere, 20 Süßwasserfischarten, 11 amphibische Arten und 21 Reptilien. Von diesen Arten
sind einige als gefährdet eingestuft: 6 Pflanzen, 11 Vogelarten, 1 Säugetierart, 4 Fische und eine Reptilienart.
Um sie bei ihren Namen zu nennen: ernsthaft vom Aussterben bedroht sind der iberische Luchs (Lynx Pardina) und
der spanische Kaiseradler (Aquila Adalberti).
Wegen seiner bevorzugten Lage zwischen zwei Kontinenten und seiner Nähe zum Zusammentreffen des Atlantiks mit dem
Mittelmeer in der Straße von Gibraltar bietet der Nationalpark Doñana die Möglichkeit, im Laufe eines Jahres über
300 verschiedene Wasser- und Landvogelarten aus Europa und Afrika zu beobachten, von denen Tausende Exemplare ihn
als Etappe, Nistort und Überwinterungsgelände benutzen. Hier ruhen sich Wasservögel aus ganz Westeuropa aus,
gemeinsam mit einer Unmenge von Arten in den Feuchtgebieten und deren Umgebung, die aus Afrika und Europa
stammen.

Graureiher (Discovering Doñana)
Die Vögel bilden eines der bestimmenden Bilder des Nationalparks Doñana. Besonders zu erwähnen wären die gemeine
Wildgans, Stockente, Flamingo, Löffler, Graureiher, Löffelente, Wildente, Zimtente, Zwergtaucher, gemeines
Blesshuhn, Kammblesshuhn, Purpurhuhn, Rohrdommel, Strandläufer, Ruderente, gemeine Tafelente, Krickente, Kuhreiher,
Säbelschnäbler, Flussregenpfeifer, Zwergtrappe, Großtrappe, Nachtreiher, Rallenreiher, Schwarzstorch, gemeiner
Storch, Kranich, Binsenstrandläufer, Zwergseeschwalbe und einige mehr. Nicht zu vergessen sind auch die reichlich
vorhandenen Greifvögel wie Rohrweihe, Zwergadler, Eule, Schwarzmilan, Baumfalke, Rotmilan, Gänsegeier, Uhu,
Schlangenadler, Zwergadler, von denen einige, wie auch der spanische Kaiseradler, zu den gefährdeten Arten
gehören.
Bei den vielfältig anwesenden Säugetieren zählen neben dem gefährdeten iberischen Luchs auch Hirsche, Damwild,
Wildschwein, Rehe, Ichneumon aus der Familie der Mangusten, Frettchen, Fuchs, Wildkaninchen,
Kleinfleck-Ginsterkatze, Gartenschläfer, Hase, und natürlich die Pferde, die den größten Teil des Jahres in den
Feuchtgebieten verbringen.
Einige der am häufigsten im Doñanagebiet vorkommenden Amphibienarten sind der spanische Rippenmolch, der
Messerfuß und der Laubfrosch. Daneben bestehen zahlreiche Reptilienarten: Die Eidechsennatter, Vipernnatter,
Ringelnatter, europäischer Fransenfinger, Stülpnasenotter, maurische Bachschildkröte, tunesische
Landschildkröte...
Im Wesentlichen sind im Doñana drei Ökosysteme enthalten: die Jagdschutzgebiete, die Feuchtgebiete und die Strände
mit den Dünen. Jedes dieser Systeme schafft sich seinen eigenen Lebensraum, der durch die Gemeinschaft
bestimmter Pflanzen- und Tierarten geprägt wird, die sich laufend gegenseitig beeinflussen und sich
weiterentwickeln. Jedes Jahr wiederholen sich die jahreszeitlichen Kapitel des Buches der Lebensvielfalt in dieser
Gegend.

Hirsch
In den ältesten, am weitesten entwickelten und stabilsten der Ökosysteme, den Jagdschutzgebieten, finden wir
reichhaltige Forstmassen mit Baumarten wie Korkeiche, Wacholder, Pinie oder Mittelmeerkiefer, wilder Ölbaum,
Erdbeerbaum, Sadebaum. Unter den Strauch- und Grasarten sind zu erwähnen: Zyperngras, Tamariske, Besenheide,
gewöhnlicher Strandhafer, Scirpus littoralis, weiße Zistrose, sommerlicher Affodil, Steinlinde, Zistrose,
Rosmarin, Besenheide, Mastixbaum und viele andere, die den Mittelmeerwald ausmachen.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden in der Nähe der Mündung des Guadalquivirs Pinienwälder aufgeforstet, die als
Lieferant für das Baumaterial der spanischen Armada dienten. Aus diesem Grund sind sie im Doñana-Nationalpark so
häufig anzutreffen. Auch die Eukalyptusbäume haben zu tief greifenden Veränderungen in den Jagdschutzgebieten
geführt, da sie zu industriellen Zwecken angebaut wurden, Jahrzehnte, bevor das Gebiet zum Nationalpark erklärt
wurde. Die Eukalyptusbäume wurden systematisch entfernt, als man bemerkte, dass diese Art die Entwicklung der
heimischen Flora beeinträchtigte. So wurde die Regenerierung der ursprünglichen Vegetation ermöglicht.
Das jüngste und weiteste Ökosystem im Doñanagebiet sind die Feuchtgebiete. Sie stellen sich dem Betrachter mit
einer erstaunlichen Wechselhaftigkeit dar und sind deshalb ein außergewöhnlicher Ort für die Vielfalt an
Vogelarten und Kulisse für die überwältigenden und spektakulären Darbietungen, die mit dem Vogelzug zusammenhängen
und damit zu einem einzigartigen Zusammentreffen der afrikanischen und europäischen Wasser- und Landvogelwelt
führen. Hauptdarsteller in diesem Schauspiel sind die Haubentaucher, Zwergtaucher, Krickenten, Enten,
Pfeifenten und Spießenten, Ziegenmelker, Nachtigallen, Löffelente, Wildgänse, Blesshühner, Seeschwalben,
Zwergadler … Auch die Flamingos bieten einen großartigen Anblick an ihrer Lieblingsstelle, den "Lucios", wo sie
überwintern können, weil sich dort auch bei großer Dürre das Wasser hält. In der Nähe von Bachläufen, so
genannte "Caños" finden wir Frösche, Karpfen, Schildkröten, Purpurhühner und Eisvögel.
|