Das Kronjuwel aber ist der Nationalpark und Naturpark Doñana, eine Landschaft von großer Schönheit und hohem ökologischem Wert mit einer Ausdehnung von fast
dreihundert Tausend Hektar, von denen der größte Teil zur Provinz Huelva und der Rest zu den Provinzen Sevilla und Cádiz gehören. Doñana ist das bedeutendste
Naturschutzgebiet Spaniens und eines der größten Naturreservate Europas.
Im Jahr 1969 wurde die ehemalige königliche Jagd zum Nationalpark erklärt. Hier finden sich drei Ökosysteme: die Feuchtgebiete oder Marschlandschaften, die
Jagdschutzgebiete und die Strände mit ihren Dünen.
Hier leben 875 Pflanzenarten, 360 Vogelarten, von denen sich 127 üblicherweise in Doñana vermehren, 37
Landsäugetiere, zwanzig Süßwasserfischarten, amphibische Arten und 21 Reptilienarten. Von diesen Arten sind einige als gefährdet eingestuft: sechs Pflanzenarten, elf
Vogelarten, eine Säugetierart, vier Fischarten und eine Reptilienart. Um sie bei ihren Namen zu nennen: ernsthaft vom Aussterben bedroht sind der iberische Luchs (Lynx
Pardina) und der spanische Kaiseradler (Aquila Adalberti).
Wegen seiner bevorzugten Lage zwischen zwei Kontinenten und seiner Nähe zum Zusammentreffen des Atlantiks mit dem Mittelmeer in der Straße von Gibraltar bietet Doñana
sich an als Etappe, Nistort und Überwinterungsgelände für Tausende von Land- und Wasservögeln aus Europa und Afrika. Besonders zu erwähnen sind hier gemeine Wildgans,
Stockente, Flamingo, Löffler, Graureiher, Löffelente, Wildente, Zimtente, Zwergtaucher, gemeines Blesshuhn, Kammblesshuhn, Purpurhuhn, Rohrdommel, Strandläufer,
Ruderente, gemeine Tafelente, Krickente, Kuhreiher, Säbelschnäbler, Flussregenpfeifer, Zwergtrappe, Großtrappe, Nachtreiher, Rallenreiher, Schwarzstorch, gemeiner
Storch, Kranich, Binsenstrandläufer, Zwergseeschwalbe und einige mehr. Nicht zu vergessen sind auch die reichlich vertretenen Greifvögel wie Rohrweihe, Zwergadler,
Eule, Schwarzmilan, Baumfalke, Rotmilan, Gänsegeier, Uhu, Schlangenadler, Zwergadler, von denen einige, wie auch der spanische Kaiseradler, zu den gefährdeten Arten
gehören.
Bei den vielfältig anwesenden Säugetieren zählen neben dem gefährdeten iberischen Luchs auch Hirsche, Damwild, Wildschwein, Rehe, Ichneumon aus der Familie der
Mangusten, Frettchen, Fuchs, Wildkaninchen, Kleinfleck-Ginsterkatze, Gartenschläfer, Hase, und natürlich die Pferde, die den größten Teil des Jahres in den
Feuchtgebieten verbringen.
Einige der am häufigsten im Doñanagebiet vorkommenden Amphibienarten sind der spanische Rippenmolch, der Messerfuß und der Laubfrosch. Daneben bestehen zahlreiche
Reptilienarten: Eidechsennatter, Vipernnatter, Ringelnatter, europäischer Fransenfinger, Stülpnasenotter, maurische Bachschildkröte, tunesische Landschildkröte...
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