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Huelva - El Rocío - Die Wallfahrt
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(Foto: Centro de Estudios Rocieros)
Die Rocío-Wallfahrt ist eine der bedeutendsten und best besuchten der Welt. Sie geht auf das Jahr 1653 zurück,
als die Jungfrau "de las Rocinas" zur Schutzpatronin Almontes ernannt wurde und die Feierlichkeiten zu ihren
Ehren auf den 8. September festgelegt wurden. Im Jahr 1758 wurde dieses Fest auf den "zweiten Tag der Entsendung
des Heiligen Geistes" verlegt und die Bezeichnung der Heiligen von "Rocinas" auf "Rocío" geändert (wegen des
Heiligen Geistes wird sie auch als "weiße Taube" bezeichnet).
Die eigentliche Wallfahrt beginnt zwar am Samstag, aber die Wallfahrer ist der Weg bereits Bestandteil der
Feierlichkeiten. Er bietet Gelegenheit für ein paar Tage des Gemeinschaftserlebnisses auf dem Weg zu Fuß, zu
Ross oder in der Kutsche. Übernachtet wird unter freiem Himmel, bis zur Ankunft im Dorf.
Für viele ist bei "El Rocío" der Weg das Ziel, denn die Wallfahrt zur Hl. Jungfrau wird gemeinsam gegangen,
man betet, singt und lebt geschwisterlich zusammen. Die Dauer hängt von der Entfernung der Wallfahrer von
Almonte ab und schwankt zwischen 1 und 7 Tagen.

Zum Gefolge der Bruderschaften gehören das "Simpecado" - ein Bildnis der Unbefleckten Empfängnis -, Wallfahrer
zu Fuß, Pferde- und Ochsenwagen, Motorwagen, Geländefahrzeuge ... Die Brüder gehen diesen physischen, emotionalen
und geistigen Weg zur "weißen Taube" nicht allein: Sie werden von vielen Menschen auf ihrem Wege begleitet.
Dabei tragen die Wallfahrer sehr ausfallende und typisch andalusische Kleidung: die Männer im "Corto", dem
andalusischen kurzen Frack mit schwarzer Hose und weißen Streifen, und die Frauen im Flamencokleid oder dem
typischen Wallfahrtskostüm. Und natürlich niemals ohne die "Botos", die andalusischen Stiefel.
Mehrere Wege führen nach El Rocío: Der "Camino de los Llanos" durch die Ebenen ist der älteste Weg und beginnt
in Almonte. Der "Camino de Moguer" wird von den meisten Bruderschaften aus Huelva gewählt. Der "Camino de
Sanlúcar" führt über den Guadalquivir und wird von den Bruderschaften aus Cádiz benutzt. Den "Camino de
Sevilla" nehmen die Bruderschaften, die aus oder durch diese Provinz kommen.
Nach Ankunft beginnt die eigentliche Wallfahrt am Samstag Mittag mit der Darstellung der Bruderschaften.
Dies dauert bis spät in die Nacht und besteht aus dem Zug der verschiedenen Bruderschaften - die jüngsten
zuerst -, die nach El Rocío pilgern, vor der Gnadenkapelle, wo sie mit ihrer Insignie der Jungfrau huldigen.
Um Mitternacht begibt sich die Insignie der Unbefleckten Empfängnis der Erzbruderschaft zur Gnadenkapelle in
einer Andacht, die als der Rosenkranz von Almonte bekannt ist. Am Pfingstsonntag wird um 10 h das Pontifikalamt
gefeiert. Abends wird die Rosenkranzandacht zelebriert. Dazu begeben sich die verschiedenen Bruderschaften im
Lichte der Kerzen zum

(Foto: Centro de Estudios Rocieros)
Eukalyptushain, von dem aus die Insignie der Unbefleckten Empfängnis von Almonte bis zur
in diesen Stunden mit Menschenmassen überfüllten Gnadenkapelle startet.
Beim Einzug, der zu keiner festen Uhrzeit stattfindet, springen die Einwohner von Almonte über das Gitter und
tragen ihre Schutzpatronin in der Prozession. In Begleitung Tausender Pilger wird die Jungfrau vom Rocío durch
die Straßen des Dorfes getragen. Dieser Umzug dauert, bis sie Montag Mittag zum Abschluss der Wallfahrt in ihre
Kapelle zurückkehrt.
Damit begeben sich die Bruderschaften auf den Rückweg in ihre Heimatorte und das Zählen der Tage bis zum nächsten
Rendezvous mit der "weißen Taube".
Neben den Äußerungen der Frömmigkeit bedeutet El Rocío aber auch Gesang, Tanz, Essen und Trinken, Freude ...
und ist damit das beste Beispiel für die Offenheit und Ausgelassenheit der Einwohner dieses Landstrichs.
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